Schäuble: Verbrannte Erde


Mit seinen aktuellen Vorschlägen rollt Wolfgang Schäuble da hin, wo kein Mann je gegangen ist, und es hat auch keiner die Absicht, ihm da hin zu folgen.

Er sei ein glühender Verfechter der Freiheit, sagte der Innenminister im SPIEGEL-Interview. Dennoch zeigen seine Ideen, daß er die Idee der Freiheit nicht verstanden hat, denn gleich der Politik der „verbrannten Erde“ verteidigt er die Freiheit, wie man ein materielles Gut bis zum äußersten verteidigen würde: „wenn ich sie nicht haben kann, soll sie niemand bekommen,“ sagt der verzweifelte Verteidiger, er ist bereit, das Verteidigte am Ende selbst zu zerstören.

Aber die Freiheit ist kein materielles Gut, das man mit solchen Mitteln verteidigen müßte. Denn anders als einen Sack Gold kann einem die Freiheit ohnehin niemand rauben, um sie selbst zu haben. Wenn Osama Bin Laden, Joe Taliban oder irgendeiner der anderen üblichen Verdächtigen es schafft, uns die Freiheit zu rauben, dann nur, indem er sie zerstört. Es ist also, sehr geehrter Herr Schäuble, nicht nötig, dies in vorauseilendem Gehorsam selbst zu tun.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: