OB sitzt allein auf Terrasse


Dsseldorfs OB Joachim E. hatte, Einheimische erinnern sich, vor 3 Wochen den Beschlu des Rats kassiert, die Genehmigung fr die Terrassengastronomie an der Tonhalle zu verlngern. Die jetzt nachgereichte Begrndung lt den Streit zwischen dem OB und dem Rest der Welt ins Possenhafte abgleiten: Statt, wie vollmundig angekndigt, das Rechtswidrige des Beschlusses mit Mitteln des Denkmalschutzes zu beweisen, hngt sich E. mangels besserer Argumente an einer abstrakten Formulierung auf.

Der Beschlutext hatte gelautet, die Verwaltung solle sicherstellen, „dass auch knftig auf der Tonhallen-Terrasse ein gastronomisches Angebot fr die Dsseldorfer Brgerinnen und Brger ermglicht wird.“ – dies wird vom Oberbrgermeister jetzt mit der Begrndung abgelehnt, die Verwaltung knne auch durch Kontrollen nicht gewhrleisten, „dass besagte Terrasse ausschlielich von Dsseldorfer Brgerinnen und Brgern besucht wird.“ Ey, is‘ Karneval?

Reagiert die gute alte Tante SPD nur suerlich (Wurm: „Er hat unseren Beschlu entweder bewut oder unbewut mideutet“), platzt der FDP zu Recht der Kragen (Strack-Zimmermann: „Unglaublich albern“). Dieser Text scheint der Feder eines trotzigen Schuljungen entflossen, fr ein Mitglied des Rats ist er grotesk. Er pat zum Gesamteindruck eines – zugegeben erfolgreichen – selbstherrlichen Regenten, der keine Meinung neben seiner dulden mag und das Prinzip der Demokratie nicht recht verstanden hat.

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