Cap’n “Beck”messer und die Rente


Gegenwrtig wird ja diskutiert, das Rentenalter auf 67 hochzusetzen. Eine ungeliebte, aber nach Expertenmeinung unabwendbare Manahme. Jetzt meint Ministerprsident Beck aus der Koalitionsdisziplin herausbrechen zu mssen mit der Aussage „aber doch nicht fr Dachdecker und Krankenpfleger!“

Wenn ich aus meinem Fenster blicke, schaue ich ber die Kindertagessttte unserer Gemeinde. Auch an diesem Nachmittag sehe ich Joachim W., den einzigen Kindergrtner, den ich kenne, mit den Nachmittagskindern Fuball spielen. Und ich frage mich, wie soll dieser Mann, der schon mit Anfang Dreiig keine gute Figur gegen die Kids macht, seinen Job mit 67 ausfllen? Und ganz genauso, wie mit 63, wie schon mit Anfang Fnfzig? Mir fallen zahllose weitere Beispiele ein, die Mllmnner, die hier in Dsseldorf als letzte noch echte krperliche Arbeit leisten, die vollen Tonnen mit Seilen und Haken aus den Kellergeschossen der Mietshuser hinaufziehen, Webdesigner…

Da geht es doch nicht nur um den Dachdecker, der einen hlichen Fleck macht, wenn er aus Altersgrnden das Gleichgewicht verliert, sondern um Bestimmungen, die ohnehin schon vllig an den Realitten vorbeigehen, siehe VW und die Rente mit 58, siehe das Millionenheer der 50+ Langzeitarbeitslosen. Wir werden uns grundstzlich zu fragen haben, wie wir das mit der Rente in Zukunft regeln wollen. Einstweilen bleibt nur Kinderkriegen und Fondssparen.

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