Edelmut beim Attribut tut selten gut


Ungern, dennoch hufig gelesen ist der berflu an Adjektiven in der Sprache des Werbenden. Da besteht eine Jacke aus „hochwertigem Polyester“ und wurde mit „aufwendigen Stickereien“ verziert. Was soll der Bldsinn? Polyester ist nicht hochwertig, es ist billig, und die Stickereien hat eine Maschine gemacht, die Aufwand nicht kennt, sonst lge die Jacke nicht beim Discounter und kostete nicht 29,95. Der Discounter kennt auch „Qualitts-Wandfarbe“ (im offensichtlichen Unterschied zu minderwertiger Wandfarbe, wie alle anderen sie herstellen) und hnliches.

Einen besonders schwer ertrglichen Spezialfall stellt das Adjektiv „edel“ dar: „Drhnt am Morgen dir der Schdel, war’s am Abend Holsten Edel“, spotteten wir schon in der Jugend ber die „Edel-Pilse“ Holsten, Astra und Hansa. Ebenfalls gern genommen ist Edel-Marzipan (im Unterschied zu gutem Marzipan, das kommt von Niederegger und braucht sich nicht mit Attributen zu schmcken).

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