Presseecho, papabiles


Am Kiosk schlug mir heute der geballte Chauvinismus unserer geliebten Bildzeitung entgegen: „Wir sind Papst“ – na gut, wenn schon nicht Weltmeister, Wirtschaftsmacht oder politisch fhrend, irgendetwas mu es ja geben fr das Gefhl des „Wir sind wieder wer“…

Nicht wirklich besser ein Blick in die rmischen Medien, aufgeschnappt im Rahmen einer Fernsehberichterstattung: Il Manifesto titelte mit „il pastore tedesco“, was eben nicht nur „der deutsche Priester“ sondern auch „der deutsche Schferhund“ heit. (Originell brigens nur auf den ersten Blick. Meine Frau sagt mir, da schon der deutschschweizerische Priester, der ihr im Ticino Konfirmationsunterricht erteilte, so genannt wurde.)

Die englischen Medien haben mit einem Papst sowieso nicht viel am Hut – sie knnten auerhalb Irlands sicher keine drei Katholiken unter sich finden -, und wrden einem Deutschen bekanntlich nicht das Schwarze unter den Ngeln gnnen, so reicht es bei der Sun nur fr ein plattes „From Hitler Youth to Papa Ratzi“ – eine Anspielung auf des Kardinals frhkindliche Vergangenheit und einen Ausruf, den die Italiener auf dem Petersplatz schnell gefunden hatten.

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