Nun sind sie also beide tot…


Vor etwa einer Stunde ist der Papst in seiner Wohnung in Rom gestorben. Terri Schiavo starb vorgestern.

Seit langem erstaunten mich die nebeneinander laufenden Berichterstattungen der beiden Flle; oft waren sie Themen Nrn. 1 und 2 in den Nachrichten. Doch nie wurden sie in einem Atemzug genannt. Dabei sind die Parallelen bemerkenswert: Hier der alte Mann, dessen Krper Stck fr Stck um ihn herum zusammenbrach, in dem jedoch, glaubt man der Berichterstattung, bis zuletzt ein wacher Geist wohnte. Dort die junge Frau, deren Krper sich bis zuletzt tapfer wehrte, hinter deren Augen aber wohl schon lange die Lichter ausgegangen waren. Beide waren sie zuletzt nur noch Spielblle der Krfte um sie herum, ihres eigenen Willens und ihrer eigenen Entscheidung beraubt.

Der Papst hat uns eine mehr als vierteljahrhundertjhrige Amtszeit hinterlassen, die uns mit Erinnerung an eine beeindruckende Persnlichkeit erfllt. Es kann fast dahinter vergessen werden, da seine absolut rckwrtsgewandte Einstellung zu wichtigen Lebensfeldern (Stichworte wie AIDS/Geburtenkontrolle in Entwicklungslndern vs. Kondome oder Schuldfragen der Kirche in der Geschichte) die katholische Kirche praktisch im Stand von 1978 verharren lie. Terri Schiavo war vermutlich den meisten bis vor kurzem relativ unbekannt; sie hinterlt uns eine unentschiedene Diskussion um ethische Grundstze, aber auch um eben diesen christlich-religisen Fanatismus, den nicht nur Schiavos Eltern, sondern eben auch Prsident Bush und sein Bruder, Gouverneur Bush zeigten.

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