Unzufriedenheit


Ich bin leicht zufriedenzustellen. Meistens jedenfalls. Denn ich bin gern zufrieden, und deshalb ist es am einfachsten – und am befriedigendsten -, zufrieden zu sein.

Ich bin gar nicht gern unzufrieden. Trotzdem habe ich derzeit eine rechte Liste von Unzufriedenheiten, was mich naturgem gar nicht befriedigt.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollstndigkeit:

  • Unser „Otto Mess“ Supermarkt. Obwohl ich sehr zufrieden mit dem Marktleiter, Herrn Dreschmann, der Mehrheit seines Personals, der Sortimentsbreite und -tiefe (obwohl ich weder Pierre-Cardin-Anzge noch Fernseher in meinem Lebensmittelmarkt kaufen wrde) und dem Angebot an Bioartikeln Marke Fllhorn (hrm, es ist noch viel zuwenig, aber eben mehr als anderswo) bin, mifllt mir die unzulngliche Frische. Es strt mich, wenn ich Schimmel im Gemseregal sehe, und zwar nicht nur einmal, es strt mich, wenn ich Haltbarkeitsdatumsdetektiv spielen mu, und zwar regelmig.
  • Mein Liebherr Premium Khlschrank. Er hat ein Heidengeld gekostet, ist kein halbes Jahr alt, khlt unbefriedigend und macht klingelnde Gerusche. Einen solchen Khlschrank hatte ich schon einmal, in meiner Studentenbude, gebraucht fr 20 Mark. Diesmal wollte ich eigentlich etwas anderes. Der Servicetechniker war schon zweimal da, behandelt uns sehr zuvorkommend. Aber er lst das Problem nicht. Auerdem hat er vergessen, einen von Anfang an kaputten Glasboden zu ersetzen.
  • Die Deutsche Bahn, ganz pauschal. Obwohl wir an Weihnachten erstmals pnktlich und ohne Versptungen nach Hamburg reisen durften, war die Reise trotzdem eine Tortur. Schuld ist diesmal das Umsteigen. Mit einem Kinderwagen kann man das in acht Minuten schaffen. Wenn aber der erste Zug vier Minuten spter kommt – im Bahn-Sinne sind weniger als fnf Minuten keine Versptung, es braucht also nicht gewartet zu werden -, sind die verbleibenden vier arg knapp. Die alten Leute hinter uns drften es nicht mehr geschafft haben. Wir schafften es, konnten aber nicht in unseren reservierten Wagen gelangen. Durch den Zug kann man mit einem Kinderwagen einfach nicht kommen, obwohl er vom Normma her pat. So steht man bis zum nchsten Halt im Korridor. Auerdem verstehe ich nicht, wieso alle auer mir online das Familienabteil reservieren knnen, ich bin wohl zu bld dafr.
  • IKEA. Und das will was heien, denn ich bin ein echter Fan des schwedischen Mbelhauses. Aber seit wir dort mit unserer kleinen Lisa ein- und ausgehen, merken wir, wie viele Lippenbekenntnisse im Raum stehen, wenn es dort heit „die wichtigsten Menschen der Welt“ seien Kinder. Faktisch fehlen zugesagte Eigenschaften wie Windeln, Glschen, Stillecken an allen Enden.
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