Arafat ist tot, irgendwie schon seit ber einer Woche, nun endgltig. Und in der BILD-Zeitung kolumnet Exkokser, Klohuschenaufsichtsrat und Schferinschwngerer Michel Friedman unter der obigen berschrift. Einen Tag spter finden sich in der Leserbriefspalte gleich drei zustimmende Lesebriefe. „Ja, Sie sprechen mir aus der Seele.“ – „Ja, er war ein Mrder“ usw. (Frage: Zitiert diese Zeitung kontroverse Leserbriefe erst gar nicht? Da sie keine erhlt, halte ich fr unwahrscheinlich. 2. Frage: Wie komme ich an diese Zeitung? Nun, sie lag kostenlos bei Kamps aus…)

Man mu keine Sympathien fr Arafat empfunden haben, um zu finden, da er das nicht verdient hat. Friedman neigte schon dazu, sich alle Sympathien zu verscherzen, als er noch Profitalker, CDU-Prsidiumsmitglied und Zentralratsvizevorsitzender war. Man mute sicher kein Antisemit sein, um ihn nicht zu mgen, aber es war leicht und billig fr ihn, seine Gegner solche zu schimpfen, so geschehen mit Mllemann. Nach einem kleinen Ausflug ins Kokser- und Prostituiertenmilieu hatte die ffentlichkeit ihn dann, wie der Hamburger sagt, „bi de Bx“ – da man ihm diesen vergleichsweise harmlosen Fehltritt nicht verzieh, zeigte, wie „reif“ er in den Augen der meisten war. Da ein Prominenter sich immer irgendwie wieder herauswinden und, wenn auch zweitklassig, neu anfangen kann, heit nicht, da ich noch etwas von ihm hren will, selbst wenn ich das vorher gewollt htte. Ihm, dem groen Polarisierer, ausgerechnet in dieser Sache ein Forum zu geben, war eine gewollte Provokation der BILD-Zeitung, aber nicht klug.

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