Ein Volk von Jammerlappen?


Nachdem wir Opel mit seinem vllig rechtswidrigen, wilden Streik hinter uns gebracht haben, ist es jetzt der Arbeiterstamm von VW, der die Nachrichten fllt mit neuer Kunde von Streikandrohungen und Lohnforderungen.

Und wieder sitzt der Tagesschauzuschauer sprachlos vor der Braunschen Rhre, aus der ihm die Arbeitnehmervertreter entgegenjammern, was ihnen denn „real“ an Lohnzuwachs geblieben sei.

Real? Selbst in Zeiten „realen“ Wirtschaftsnullwachstums, ja -rckgangs, fordern diese Menschen, die a) berhaupt Arbeit haben, b) ca. 35 Stunden arbeiten und c) weit ber Tarif bezahlt werden, „realen“ Lohnzuwachs? Mit welcher Begrndung bitteschn?

Allenorts wird geklagt, da die Arbeit keinen Spa mehr mache. Ja, sollte sie? „Im Schweie deines Angesichts sollst du dein Brot essen,“ hat man uns einst beim Sndenfall mit auf den Weg gegeben. Und seither hat sich an der Bibel wenig gendert, an der Arbeit schon. Wer wei denn noch, was ein Bauer tat, bevor Traktoren ihm zur Seite gestellt wurden? Was ein Bauarbeiter, was ein Kohlegrubenarbeiter? Wer kennt denn noch die stupide Fliebandarbeit des Kapitalismus, bevor Betriebsrte und Arbeitsschutz das Licht der Welt erblickten? Wer kennt noch die Sehnenscheidenentzndungen von Sekretrinnen, die sechs Tage in der Woche von morgens bis abends an mechanischen Schreibmaschinen (ohne Korrekturtaste) tippten?

Stupide, monotone, harte Arbeit wurde mehr und mehr aus unserem Leben verdrngt. Und jetzt sind wir berrascht, da bald keine Arbeit mehr brig bleibt. Tja…

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