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	<title>Diogenes' Weblog</title>
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		<title>Primacall &#124; Spreeblick</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 20:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles MÃ¶gliche]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Haeusler]]></category>
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		<category><![CDATA[Spreeblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Firma Primacall hat sehr, sehr groÃŸes Interesse daran, dass ein Interview, das Johnny Haeusler (vor vier Jahren, am 12.6.2007!) auf Spreeblick verÃ¶ffentlicht hat, aus den Annalen des Web verschwindet. Der Streisand-Effekt suggeriert, das das nicht geschehen wird. Also, hier noch einmal das Interview, es ist im Netz ohnehin noch nicht zu knapp zu finden. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=395&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Firma Primacall hat <a href="http://buskeismus-lexikon.de/7_U_123/10_-_20.09.2011_-_primacall_zahlt%2C_Spreeblick_nimmt_Beitrag_dem_Netz">sehr, sehr groÃŸes Interesse daran</a>, dass ein Interview, das Johnny Haeusler (vor vier Jahren, am 12.6.2007!) auf Spreeblick verÃ¶ffentlicht hat, aus den Annalen des Web verschwindet. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt">Streisand-Effekt</a> suggeriert, das das nicht geschehen wird. Also, hier noch einmal das Interview, es ist <a href="http://www.buskeismus-lexikon.de/325_O_230/09_-_26.01.2010_-_primacall_vs._Spreeblick_-_der_Finanzst%C3%A4rkere_wird_obsiegen#Corpus_Delicti">im Netz</a> <a href="http://wikileaks.org/wiki/Unredigiertes_Spreeblick_Interview_mit_Primacall_Mitarbeiter,_2007">ohnehin noch</a> <a href="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:e47S_FIc2kkJ:www.spreeblick.com/2007/06/12/primacall/+spreeblick+primacall&amp;cd=1&amp;hl=en&amp;ct=clnk&amp;gl=de">nicht zu knapp</a> <a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.spreeblick.com/2007/06/12/primacall/">zu finden</a>. (Anm.: Die <em><strong>fett kursiv</strong></em> gedruckten Passagen scheinen Primacall besonders unangenehm zu sein, sie wurden bereits in frÃ¼heren Vergleichsversuchen neutralisiert. Klar, dass sie hier auch zu finden sind, das Internet vergiÃŸt nicht.)</p>
<p>Teilet und genieÃŸet.</p>
<blockquote><p>Primacall ist ein in Berlin ansÃ¤ssiger Telekommunikationsdienstleister. Am 10. April 2007 unterschrieb Primacall <a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.verbraucherzentrale-berlin.de/vz/html/modules/xfsection/article.php?articleid=628">auf Klage der Verbraucherzentrale Berlin eine UnterlassungserklÃ¤rung</a>. In dieser UnterlassungserklÃ¤rung verpflichtete sich Primacall, â€žPrivatpersonen ohne deren vorherige Einwilligung nicht mehr zu Werbezwecken anzurufenâ€œ. In der vergangenen Woche meldete sich bei uns ein Call Center Agent (CCA) von Primacall. Er behauptete, dass Primacall an der Praxis der <a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://de.wikipedia.org/wiki/Akquise#Kaltakquise">Kaltakquise</a> festhalte, also weiterhin Menschen durch sogenannte â€ž<a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://de.wikipedia.org/wiki/Telefonverkauf#Rechtliche_Aspekte">Cold Calls</a>â€œ belÃ¤stige. Johnny und ich trafen uns mit ihm zum GesprÃ¤ch.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wie bist du zu Primacall gekommen?<br />
<strong>CCA</strong>: Nachdem ich von jemandem, der da selbst gearbeitet hat, auf der StraÃŸe angesprochen worden bin, ob ich nicht einen gut bezahlten, einfachen Job machen mÃ¶chte, hatte ich dann einige Tage spÃ¤ter mein VorstellungsgeprÃ¤ch zusammen mit 5 anderen Leuten und habe erstmal in der PrÃ¤sentation ein wenig Ã¼ber die Firma erzÃ¤hlt bekommen, die Ã¼brigens ausdrÃ¼cklich Ã¼ber sich sagt, dass sie kein Callcenter ist, sondern ein Telefonunternehmen.</p>
<p><a title="agenten.jpg" href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2007/06/agenten.jpg"><img src="http://web.archive.org/web/20070614080627im_/http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2007/06/agenten.jpg" alt="agenten.jpg" /></a></p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Die Firma ist ein Telefonunternehmen, aber du arbeitest innerhalb dessen in der Telefon-Abteilung?<br />
<strong>CCA</strong>: Ja, sozusagen. Laut Firmenjargon wird meine Abteilung â€žAktivierungsbereichâ€œ genannt. Dort werden die Angerufenen â€žaktiviertâ€œ fÃ¼r einen RÃ¼ckruf, bei dem dann ein konkreter Vertrag zustande kommen soll.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Und wie funktioniert diese Aktivierung?<br />
<strong>CCA</strong>: Telefoniert wird anhand eines vorformulierten Skripts. <em>Wir</em> sollen das GesprÃ¤ch fÃ¼hren und nicht etwa der Angerufene. Wir sollen mÃ¶glichst streng nach diesem Skript wÃ¶rtlich vorgehen, die Vorteile dieses Telefontarifs anpreisen, den wir ihnen verkaufen wollen.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Darum geht es also â€“ ihr wollt den Leuten einen Telefontarif verkaufen.<br />
<strong>CCA</strong>: Ja, genau. Wir verkaufen den Leuten einen Tarif fÃ¼r 18,90 â‚¬ monatlich, mit dem sie kostenlos ins Festnetz und vergÃ¼nstigt in mobile Netze anrufen kÃ¶nnen. Dieser Tarif kommt jedoch zu den normalen AnschlussgebÃ¼hren des Kunden hinzu.</p>
<p>Ziel eines jeden Telefonats ist die so genannte â€žAktivierungâ€œ, die erreicht man im Schnitt nach 1 Â½ bis 2 Minuten Telefonat. Die Aktivierung selbst ist der Mitschnitt, den ich per Knopfdruck am Ende des Telefonats starte.</p>
<p>Ich frage den Kunden nochmals nach seinem vollstÃ¤ndigen Vor- und Zunamen, ob er damit einverstanden ist, dass wir ihn noch mal zurÃ¼ckrufen und schlieÃŸlich, ob er damit einverstanden ist, dass unser Tarif vor jedem seiner GesprÃ¤che vorgewÃ¤hlt wird, damit er fÃ¼r 0 Cent pro Minute telefonieren kann. Das Ziel ist, dass der Mitschnitt lediglich aus diesen <em><strong>3</strong></em> Fragen und den dazugehÃ¶rigen Antworten <em><strong>â€žVollstÃ¤ndiger Name, Ja, Jaâ€œ</strong></em> besteht.</p>
<p>Dabei soll insgesamt der Eindruck vermieden werden, dass diese Vereinbarung unverbindlich ist, was es juristisch auf jeden Fall ist. Vielmehr soll bei den Angerufenen der Eindruck entstehen, dass der Vertrag in dem Moment schon geschlossen ist, obwohl das tatsÃ¤chlich erst beim RÃ¼ckruf der Fall ist.</p>
<p><small>In Â§ 7 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb heiÃŸt es:</small></p>
<p>(1) Unlauter im Sinne von Â§ 3 handelt, wer einen Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belÃ¤stigt.</p>
<p>(2) Eine unzumutbare BelÃ¤stigung ist insbesondere anzunehmen</p>
<p><small>1. bei einer Werbung, obwohl erkennbar ist, dass der EmpfÃ¤nger diese Werbung nicht wÃ¼nscht;<br />
2. bei einer Werbung mit Telefonanrufen gegenÃ¼ber Verbrauchern ohne deren Einwilligung oder gegenÃ¼ber sonstigen Marktteilnehmern ohne deren zumindest mutmaÃŸliche Einwilligung;<br />
3. bei einer Werbung unter Verwendung von automatischen Anrufmaschinen, FaxgerÃ¤ten oder elektronischer Post, ohne dass eine Einwilligung der Adressaten vorliegt;</small></p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: In jedem Fall ruft <em>Ihr</em> an? Also Ihr werdet nicht angerufen, zum Beispiel auf Werbung hin?<br />
<strong>CCA</strong>: <em><strong>Ja, das ist richtig.</strong></em> In der Tat ist es jedoch nicht so, dass der einzelne Telefonist anruft, sondern man sitzt an einem Arbeitsplatz, an dem man sich einloggt und an den dann ein Telefonat nach dem anderen weitergeleitet wird. TatsÃ¤chlich befindet sich dahinter eine Telefoniermaschine, die mithilfe eines Programms Nummern aus einem Datensatz, in dem sicher hunderte &#8211; vermute ich &#8211; Leute drinstehen, anruft und sobald am anderen Ende jemand abhebt, wird derjenige dann an einen freien Telefonisten vermittelt. Das heiÃŸt ich sehe erst, mit wem ich spreche, wenn derjenige schon abgehoben hat.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Und wo kommen diese Daten her?<br />
<strong>CCA</strong>: Woher Primacall diese Daten konkret hat, weiÃŸ ich nicht. Ich habe nur einmal mitbekommen, dass ein Kollege einen Teamleiter, der an sich kompetent genug sein mÃ¼sste, diese Frage zu beantworten, gefragt hat, woher diese Daten eigentlich kommen und dieser hat geantwortet, sie kÃ¤men von einem Adressbroker und die Daten kÃ¤men von Leuten, die ein Abo haben oder mal bei einem Gewinnspiel mitgemacht und sich dort damit einverstanden gegeben haben, dass diese Daten weitergegeben werden. Was fÃ¼r Abos, Gewinnspiele und Adressbroker das sind, ist Ã¼berhaupt nicht klar. Wir haben also nur diese Aussage des Teamleiters.</p>
<p>Was man vielleicht dazu sagen muss: Zu diesen Daten gehÃ¶ren nicht nur Name, Adresse und Telefonnummer, sondern in der Maske erscheint auch hÃ¤ufig das korrekte Geburtsdatum, das sind also Angaben, die tatsÃ¤chlich jemand selber gemacht hat. Inwieweit er mit der Weitergabe seiner Daten einverstanden ist, kann ich nicht beurteilen.</p>
<p><small>Der Pressestelle der Verbraucherzentrale Berlin zufolge ist es fÃ¼r Teilnehmer an Gewinnspielen in der Regel unmÃ¶glich zu erkennen, dass sie der Weitergabe ihrer Daten zustimmen. Noch viel weniger sei es fÃ¼r sie abzusehen, in wessen HÃ¤nde diese Daten geraten</small></p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Gut, das kann schlieÃŸlich immer sein, dass man an einer Stelle vergisst ein Kreuzchen zu machen oder ein HÃ¤kchen wegzuklicken.<br />
<strong>CCA</strong>: Ich bin zwar kein Rechtsexperte, halte es aber prinzipiell fÃ¼r heikel, jemanden anzurufen, der nicht ausdrÃ¼cklich gesagt hat, dass er von der und der Firma angerufen werden mÃ¶chte. Die Menschen, mit denen ich spreche, mÃ¼ssten dann ja eine sehr weitgehende ErklÃ¤rung abgegeben haben.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wird das denn intern mal thematisiert, dass es sich mÃ¶glicherweise um <em><strong>Kaltakquise</strong></em> handelt?<br />
<strong>CCA</strong>: Es wird halt als â€ž<em><strong>Aktivierung</strong></em>â€œ bezeichnet. Das ist der gÃ¤ngige Begriff.<br />
Was interessant daran ist: Bei einer EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung handelt es sich ja Ã¼blicherweise um ein EinverstÃ¤ndnis, das eine einzelne Person einer bestimmten Firma oder Person gegenÃ¼ber gibt. Was wir jedoch ausdrÃ¼cklich als mÃ¼ndliche Anweisung bekommen, ist, dass wir auch in dem Fall, dass wir mit dem Ehepartner des Telefonanschlussinhabers sprechen, eine Aktivierung durchfÃ¼hren sollen, auch dann, wenn die EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung von <em><strong>einem Kind</strong></em> oder <em><strong>einem Elternteil</strong></em> des Anschlussinhabers stammt. Und fÃ¼r den Anschlussinhaber gilt nach meinem VerstÃ¤ndnis eine solche EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung nicht.</p>
<p><small>â€žGerade bei diesem Cold Calling kommt es eben darauf an, ob in der EinwilligungserklÃ¤rung die entsprechenden Unternehmen genannt sind, oder nicht. Wenn sie nicht genannt sind, gehe ich davon aus, dass diese EinwilligungserklÃ¤rung ungÃ¼ltig ist.â€œ<br />
<a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2007/00386/">Peter Schaar, Bundesbeauftragter fÃ¼r den Datenschutz gegenÃ¼ber Report MÃ¼nchen</a></small></p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wie ist die Firma hierarchisch aufgebaut? Kennst du den Chef, gibt es so etwas wie einen Betriebsrat?<br />
<strong>CCA</strong>: Einen Betriebsrat gibt es nicht. Chef oder Vorstand kenne ich nicht, die in der Hierarchie hÃ¶chststehenden, mit denen ich Kontakt habe, sind die Teamleiter, eine Hierarchiestufe Ã¼ber mir als Telefonisten. Was auÃŸerdem interessant ist: Ich habe meinen Arbeitsvertrag nicht mit Primacall abgeschlossen, sondern mit einer anderen Firma, der <a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.meinestadt.de/berlin/branchenbuch/company/3744031">New Way Telecom GmbH</a>. Die sind irgendwie etwas <em>unsichtbar</em>, stehen zwar im Handelsregister, aber mehr Informationen erhalten wir darÃ¼ber nicht. Ãœber Primacall hingegen findet man <a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.mein-parteibuch.com/blog/2007/03/23/loeschungsaufforderung-von-primacall/">BlogbeitrÃ¤ge</a> und <a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2007/00386/">Fernsehberichte</a>.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wie habe ich mir denn insgesamt die Arbeitsbedingungen vorzustellen?<br />
<strong>CCA</strong>: Dieser Aktivierungsbereich, in dem ich arbeite, erstreckt sich Ã¼ber eine ganze Etage, auf der an jedem Arbeitsplatz versucht wird, einen solchen Telefontarif zu verkaufen. Innerhalb des Aktivierungsbereichs gibt es einen grÃ¶ÃŸeren Raum mit zwei Arbeitskreisen und zwei kleinere mit jeweils einem Arbeitskreis, von denen jeder Ã¼ber 10 ArbeitsplÃ¤tze verfÃ¼gt, so dass man immer hÃ¶ren kann, was links und rechts gesprochen wird. Wenn man da wÃ¤hrend der Schicht reinkommt, ist das schon ein ziemliches Stimmengewirr.</p>
<p>Die Kollegen lernt man nur sehr langsam kennen. Es herrscht zwar eine ziemlich lockere AtmosphÃ¤re unter den Telefonisten, aber von den Teamleitern aus ist schon ein deutlicher Druck zu spÃ¼ren. Die gehen im 30-Minuten-Takt rum und beobachten uns, machen sich Notizen, und wenn sie dann auf deiner Aktivierungsliste, auf der wir immer eintragen mÃ¼ssen, wenn wir einen weiteren Kunden aktiviert haben, die Zahl deiner bisher getÃ¤tigten Aktivierungen sehen, dann schreiben sie dir eine Uhrzeit hin und eine Zahl.</p>
<p>Das soll besagen, dass du beispielsweise innerhalb der nÃ¤chsten Stunde 3 Aktivierungen mehr getÃ¤tigt haben sollst. Das sind meistens komplett unerreichbare Zahlen. Einmal habe ich es fast geschafft â€“ da hatte ich bei Ablauf der Zeit nur eine Aktivierung zu wenig. Manchmal schreiben dir die Teamleiter auch so einen Spruch wie â€žSie kÃ¶nnen das besserâ€œ oder â€žJetzt aber losâ€œ auf deinen Zettel. Es gibt also schon Druck.</p>
<p>AuÃŸerdem gibt es in den Pausen regelmÃ¤ÃŸig Ansprachen. WÃ¤hrend dieser Ansprachen wird dann beispielsweise gefragt: â€žWer von ihnen hat denn heute schon Ã¼ber 15 Aktivierungen erreicht?â€œ. Dann wird den zwei oder drei besten einzeln applaudiert, manchmal wird dann auch darauf eingegangen, wer denn erst eine oder zwei bis zur Pause geschafft hat. Denen wird dann gesagt, dass sie sich ranhalten sollen.<br />
Eine Teamleiterin meinte wÃ¶rtlich: â€žBevor wir hier nicht einen Durchschnitt von 10 Aktivierungen haben, geht mir heute keiner nach Hause.â€œ Dieser Durchschnitt wurde nicht erreicht, es gab allerdings keine Konsequenzen.</p>
<p>Mir ist es auch mal passiert, dass ich nach 2 Stunden erst 2 Leute aktiviert hatte. Ich musste mich dann neben einen â€žerfolgreicherenâ€œ Kollegen setzen, der mir Tipps geben sollte. Und einmal habe ich mitbekommen wie zwei Teamleiter zusammen mit einem Telefonisten gesprochen haben und gefragt haben â€žJa, warum sind Sie denn so schlecht? Woran liegt das bei Ihnen? Sie sind ja hier das schwÃ¤chste Glied in der Kette!â€œ</p>
<p><small>â€ž[â€¦] das globale Wirtschaftssystem [â€¦] basiert auf der strukturellen Ãœberforderung.<br />
Es scheint, als gebe es keine RÃ¤ume jenseits des Geldverdienens. Die Anforderungen sind nie abgeschlossen, der Wettkampf ist nie zu Ende. Was bleibt vom Subjekt? Der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit.â€œ<br />
<a href="http://web.archive.org/web/20070614080627/http://www.sueddeutsche.de/,ra3l2/wirtschaft/artikel/920/117791/">Ernst-Wilhelm HÃ¤ndler in der SZ</a></small></p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Kennen die Angerufenen eigentlich Primacall?<br />
<strong>CCA</strong>: Zumindest die Leute, die ich bisher angerufen habe, haben noch nie etwas von Primacall gehÃ¶rt. Es sind viele dabei, die aufgrund der ersten paar SÃ¤tze denken, wir seien von der Telekom.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Das ist auch nachvollziehbar. Denn am Anfang des GesprÃ¤chsleitfadens heiÃŸt es: â€žSind Sie Telekomkunde?â€œ &#8211; â€žWunderbar, dann berate ich Sie jetzt kurz Ã¼ber unseren Spartarif.â€œ Das legt nahe, du riefest als Angestellter der Telekom an. Du sagst zwar im allerersten Satz: â€žIch rufe im Auftrag der Primacall anâ€œ, aber dieser Abschnitt allein suggeriert etwas anderes.<br />
<strong>CCA</strong>: Genau. Das ist zwar nicht das einzige Mal, dass der Firmenname auftaucht, allerdings kann der Name Primacall durchaus als Bezeichnung fÃ¼r einen Spartarif gehalten werden. Nur in der GesprÃ¤chserÃ¶ffnung ist Primacall im Zusammenhang als Firmenname erkennbar. Psychologisch ist das ein Moment, zu dem der Angerufene noch gar nicht aufmerksam zuhÃ¶rt.</p>
<p>Aber auch wenn ich den Eindruck habe, dass der Angerufene annimmt, ich sei von der Telekom, jedoch nicht explizit nachfragt, <em><strong>dann bin ich angehalten, dieses MissverstÃ¤ndnis nicht aufzuklÃ¤ren.</strong></em> Wenn der Angerufene aber so etwas sagt wie: â€žAber ich bin mit der Telekom ja Ã¼berhaupt nicht zufriedenâ€œ, dann sollen wir natÃ¼rlich sofort einschreiten und uns als unabhÃ¤ngiges Unternehmen identifizieren.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wie sind denn normalerweise die Reaktionen von den Angerufenen?<br />
<strong>CCA</strong>: Innerhalb einer Schicht von 5 Stunden rufe ich ungefÃ¤hr <em><strong>200-250</strong></em> Menschen an und bringe es auf ungefÃ¤hr 4-6 Aktivierungen. Es gibt jedoch auch Mitarbeiter, die bis zu 10 Aktivierungen schaffen, ein paar wenige sogar bis zu 20. Diejenigen, die schon lÃ¤nger dabei sind, bekommen jedoch auch mehr Telefonate zugestellt als ich.</p>
<p>Ich habe zwischen den Telefonaten noch ein wenig Zeit, mich zu sammeln. Die Profis kriegen wirklich ohne Unterbrechung ein GesprÃ¤ch nach dem anderen rein. Die meisten Angerufenen aber haben Bedenken, EinwÃ¤nde, mit denen diskutiere ich dann eine Weile rum, die legen dann auf. Es sind jedoch ganz wenige, ganz grob geschÃ¤tzt vielleicht 50/60 von den insgesamt 200-250 Angerufenen im Rahmen einer fÃ¼nfstÃ¼ndigen Schicht, die sofort, nachdem sie erfahren haben, worum es geht, deutlich sagen, dass sie nicht interessiert sind und auflegen. Die meisten lassen sich auf eine Diskussion ein, die auf einem deutlich ungleichen InformationsverhÃ¤ltnis basiert.</p>
<p><small>Neben dem GesprÃ¤chsleitfaden haben die CCAs auch noch einen Merkzettel, auf dem die â€žEinwandbehandlungâ€œ festgehalten ist. Dort sind die statistisch gesehen hÃ¤ufigsten EinwÃ¤nde vermerkt samt entkrÃ¤ftenden Argumenten, die angebracht werden sollen.</small></p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Es sind also tatsÃ¤chlich so wenige dabei, die von vornherein sagen â€žLassen Sie mich in Ruheâ€œ. Das hÃ¤tte ich nicht gedacht.<br />
<strong>CCA</strong>: Ja. Dabei spielt aber auch eine Rolle, dass unter den Angerufenen selten junge Leute sind. Es werden zwar nicht gezielt Rentner angerufen, aber angesichts des BevÃ¶lkerungsdurchschnitts, der nun mal alt ist, spreche ich Ã¶fter mit Ã¤lteren Menschen. Es sind noch weniger Menschen, die auf meinen Anruf hin sagen â€žDas, was Sie machen, ist doch illegalâ€œ oder â€žIch habe Ihnen doch gar kein EinverstÃ¤ndnis gegeben, dass Sie mich anrufenâ€œ, also Menschen, die ahnen, dass es sich um Cold Calls handeln kÃ¶nnte.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Aber das kommt schon vor?<br />
<strong>CCA</strong>: Verdammt selten. Ich habe bisher erst mit ungefÃ¤hr 8, 9 Leuten gesprochen, die dieses Bewusstsein an mich herangetragen haben. Schade ist, dass die meistens unheimlich hysterisch werden oder sagen â€žDas, was Sie machen, ist doch illegal!â€œ und einfach auflegen. Nur bei 2 oder 3 Leuten habe ich den Eindruck gehabt, dass sie auch weitere Schritte einlegen, um dagegen vorzugehen. Die haben meinen Namen notiert und den der Firma.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Warum hast du dich eigentlich konkret an uns gewendet?<br />
<strong>CCA</strong>: Das kam so: Ich hab vorher gedacht, dass es sich um einen sauberen Job handelt, dass ich mit Leuten spreche, die in einem Kundencenter anrufen und war dann nach meinem ersten Arbeitstag schon ziemlich desillusioniert, wie durchindustrialisiert die Arbeit ist. Wie am FlieÃŸband. Und andererseits ist mir mehr aufgefallen, wie falsch die Leute mit solchen Anrufen umgehen, denn der einzige richtige Umgang wÃ¤re zu sagen â€žIch bin nicht interessiert, rufen Sie mich nie wieder anâ€œ und aufzulegen. Das begegnet mir aber so unglaublich selten, dass ich mir gedacht hab, dass man die Leute darÃ¼ber informieren muss. Deshalb bin ich an Spreeblick herangetreten.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Und doch sicher auch, um die Leute darÃ¼ber zu informieren, dass man darauf aufpassen sollte, ob und unter welchen Bedingungen, man seine Daten freigibt.<br />
<strong>CCA</strong>: Ja, genau. Damit vielleicht die Spreeblickleser, die ja selbst sicher gut informiert sind, diese Problematik vielleicht auch mal in ihrem Umkreis thematisieren.<br />
Ich wollte noch zusammenfassen: Es gibt prinzipiell 3 mÃ¶gliche AusgÃ¤nge eines Telefonats: â€žaktiviertâ€œ, â€žnicht erreichtâ€œ, in dem Fall, wenn man beispielsweise das Kind am Apparat hatte.</p>
<p>Diese Nummer wird dann in der nÃ¤chsten Schicht noch mal angerufen, oder â€žstorniertâ€œ, fÃ¼r die FÃ¤lle, in denen der Angerufene sagt, er sei nicht interessiert und auflegt. Wir haben den Eindruck vermittelt bekommen, dass diese â€žstorniertenâ€œ Daten komplett aus dem Datensatz gelÃ¶scht und nicht mehr angerufen werden. <em><strong>Eine direkte MÃ¶glichkeit, jemanden aus der Datenbank zu entfernen, wozu ich von Angerufenen auch schon aufgefordert wurde, habe ich Ã¼ber dieses â€žStorniert-Knopfâ€œ hinaus nicht.</strong></em> Ob die wirklich gelÃ¶scht werden, kann ich nicht genau sagen. Ich habe nur einmal gehÃ¶rt, dass ein Teamleiter auf mehrmaliges Nachfragen eines Kollegen geantwortet hat, dass <em>einige</em> dieser â€žstorniertenâ€œ Nummern<em><strong> nach ein paar Monaten erst noch mal angerufen werden</strong></em>.</p>
<p>Das klingt dann schon nach Cold Call, meiner Ansicht nach. Und erst recht die Anweisung, die wir auch ausdrÃ¼cklich mÃ¼ndlich bekommen, sei es von anderen Telefonisten oder auch Teamleitern: Wenn wir jemanden am Apparat haben, der nicht der Inhaber des Anschlusses ist, von dem die Daten stammen, zum Beispiel der Nachmieter, der den Anschluss Ã¼bernommen hat oder einfach jemand, der sagt, dass wir uns verwÃ¤hlt hÃ¤tten, dann sollen wir sagen â€žNein, verwÃ¤hlt gibtÂ´s nicht, wer sind Sie denn?â€œ oder â€žWessen Anschluss ist das denn hier? Ich habe nÃ¤mlich ein gutes Angebot fÃ¼r Sie.â€œ Dieser Angerufene hat ganz eindeutig nie ein EinverstÃ¤ndnis darÃ¼ber abgegeben, dass er angerufen werden mÃ¶chte.</p></blockquote>
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		<title>Angriffskriege sind selten klug</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 08:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daily rants]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was fÃ¤ngt er jetzt wieder mit Angriffskriegen an, es war ja wohl kaum ein Angriffskrieg, den Libyern unter die Arme zu greifen bei dem Versuch, sich ihres ungeliebten FÃ¼hrers zu entledigen? Nun, was dann? Es ist ein alter Grundsatz, sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Landes einzumischen, Ã¼blicherweise auch dann nicht, wenn man klare [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=385&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was fÃ¤ngt er jetzt wieder mit Angriffskriegen an, es war ja wohl kaum ein Angriffskrieg, den Libyern unter die Arme zu greifen bei dem Versuch, sich ihres ungeliebten FÃ¼hrers zu entledigen?</p>
<p>Nun, was dann? Es ist ein alter Grundsatz, sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Landes einzumischen, Ã¼blicherweise auch dann nicht, wenn man klare persÃ¶nliche Sympathien fÃ¼r eine der Seiten hat. Wir tun es nicht in Nordkorea, nicht im Iran, und wir sehen heute, daÃŸ es nicht klug war, es im Irak zu tun. Wir haben es in Ã„gypten nicht getan &#8211; und jetzt in Libyen soll es richtig sein?</p>
<p>Westerwelle &#8211; den ich wahrlich nicht schÃ¤tze! &#8211; muÃŸ sich verantworten, weil er das nicht unterstÃ¼tzen wollte?</p>
<p>Wir haben einen gewissen Erfahrungsschatz damit, wo uns diese Einmischungen hinbringen, Afghanistan und Irak sind offene Baustellen, an denen wir noch lange &#8222;zu knapsen&#8220; haben werden. Sie sind auch Beispiele dafÃ¼r, daÃŸ es nicht reicht, daÃŸ wir insgesamt nicht unrecht hatten, daÃŸ dort jetzt bessere Orte sind als vorher (jedenfalls mit unserem Wertekompass gemessen). Wir haben uns die inneren Angelegenheiten dieser LÃ¤nder zu eigen gemacht, und jetzt, wo wir da &#8222;mal aufgerÃ¤umt haben&#8220;, wÃ¼rden wir am liebsten wieder gehen. Aber dieses exportierte, oktroyierte Wertesystem hat dieselben Probleme wie unsere Entwicklungshilfepolitik: Solch einmaliges AufrÃ¤umen kann nicht verhindern, daÃŸ danach alles wieder ins Vorherige zurÃ¼ckfÃ¤llt &#8211; oder, schlimmer gar, ins gegenteilige Extrem. Statt uns fÃ¼r unser &#8222;AufrÃ¤umen&#8220; zu danken, haben wir neue Feinde gewonnen. Nun raten wir mal, was diesmal passieren wird.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/385/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/385/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=385&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wes Brot ich eÃŸ, des Lied ich sing?</title>
		<link>http://diogenes.wordpress.com/2011/02/15/wes-brot-ich-es-des-lied-ich-sing/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 10:18:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles MÃ¶gliche]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[SchneerÃ¤umen]]></category>
		<category><![CDATA[Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch nach diesem kalten Winter kam es noch einmal hoch, in der aktuellen Ausgabe der Obdachlosenzeitung fiftyfifty: Da hatte es dem blonden Guido mal gefallen, im letzten kalten Winter war es, &#8222;Hartzer zu Schneeschippen&#8220; zu fordern, also man kÃ¶nne als Staat, der sie ja ernÃ¤hrt, doch wohl die arbeitsfÃ¤higen EmpfÃ¤nger von Hilfe zum Lebensunterhalt dazu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=382&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch nach diesem kalten Winter kam es noch einmal hoch, in der aktuellen Ausgabe der Obdachlosenzeitung <em>fiftyfifty</em>: Da hatte es dem blonden Guido mal gefallen, im letzten kalten Winter war es, &#8222;Hartzer zu Schneeschippen&#8220; zu fordern, also man kÃ¶nne als Staat, der sie ja ernÃ¤hrt, doch wohl die arbeitsfÃ¤higen EmpfÃ¤nger von Hilfe zum Lebensunterhalt dazu zwangsverpflichten, die BÃ¼rgersteige vom Schnee zu befreien, morgens um vier, bevor die BÃ¼rger zu steigen beginnen. Das wÃ¤re doch quasi auch eine schÃ¶ne Betonung des Unterschieds vom Hartzer zum BÃ¼rger.</p>
<p>Aber kann man? Nun, im ersten Moment mag es gar nicht so fern liegend erscheinen, daÃŸ der ErnÃ¤hrer Ã¼ber den AbhÃ¤ngigen auch eine gewisse VerfÃ¼gungsgewalt erhalte. &#8222;Solange du deine FÃ¼ÃŸe unter meinem Tisch hast&#8230;!&#8220; funktioniert in der Beziehung gestrenger VÃ¤ter zu aufmÃ¼pfigen Teenagern doch auch. Und so etwas wie Dankbarkeit, wie auch den Willen, das Erhaltene zu vergelten, darf man als Gebender tatsÃ¤chlich erwarten.</p>
<p>Ein Recht darauf gibt es aber nicht.</p>
<p>Ein Recht gibt es umgekehrt auf Sozialleistungen, auf das Wohlfahrtsprinzip, es ist in unserem Grundgesetz verankert. Und Grundrechte sind nicht an Gegenleistungen geknÃ¼pft. Frondienste, die der Gutsherr vom Bauern verlangen durfte, Leibeigenschaft, gehÃ¶ren in eine andere Zeit. Sozialhilfe erhÃ¤lt, wer sich nicht anders zu helfen weiÃŸ (ein Zustand, in dem sicher die wenigsten freiwillig verharren), ein Recht des Staates, Gegenleistungen zu verlangen, gibt es nicht. (Sonst wÃ¤re ja auch nicht einzusehen, wenn man schon HÃ¤rte zeigt, warum man sich auf die arbeitsfÃ¤higen SozialhilfeempfÃ¤nger beschrÃ¤nken sollte. Arbeit adelt jeden, auch den Schwachen, das hat man vor 70 Jahren auch schon mal gezeigt.)</p>
<p>Zwangsverpflichten fÃ¤llt also flach. Aber wie ist es mit ein wenig Druck? Ein arbeitsfÃ¤higer Hartz-IV-EmpfÃ¤nger muÃŸ jede zumutbare Arbeit annehmen, das kann die Agentur fÃ¼r Arbeit von ihm verlangen. Schneeschippen ist nicht <em>per se</em> unzumutbar, ich als ErdgeschoÃŸmieter muÃŸ es auch tun. Damit eine Arbeit zumutbar wird, muÃŸ sie aber angemessen vergolten werden, und das hatte Westerwelle gar nicht im Sinn, er meinte eben, den Lohn in der Form der Sozialhilfe bereits geleistet zu haben.</p>
<p>Andersrum wird ein Schuh draus: Macht man dem HilfsempfÃ¤nger ein angemessenes Angebot &#8211; in einem angemessenen Angebot kommen die Worte &#8222;Mindestlohn&#8220; und &#8222;Nachtzuschlag&#8220; vor &#8211; dann wird sicher mancher bereitwillig darauf eingehen, denn ich glaube fest an den Arbeitswillen der EmpfÃ¤nger. Nur hÃ¤tte Westerwelle eine solche Rechnung natÃ¼rlich ohne die Kommunen gemacht, die ja eigentlich nur noch im Kalauerpack mit dem Adjektiv <em>klamm</em> geliefert werden, und die sich schÃ¶n bedanken werden, wenn der BundesauÃŸenminister sich in Landesinnenangelegenheiten einmischte und VerfÃ¼gungen Ã¼ber ihre Finanzen trÃ¤fe. Also wird es nichts mit dem schippenden Hartzer vor meiner TÃ¼r, und ich, der BÃ¼rger, muÃŸ weiterhin selbst raus. Wozu ich unter diesen UmstÃ¤nden gern bereit bin.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/382/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/382/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=382&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wozu braucht eigentlich die Bundeswehr&#8230;?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 09:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[BMW Z5]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Wozu braucht eigentlich die Bundeswehr einen BMW Z5? Da in der NÃ¤he unserer Wohnung eine Standortverwaltung liegt, sehe ich hÃ¤ufiger deren Fahrzeuge in unserer StraÃŸe (ich erwÃ¤hne das nur deshalb, weil es eine AnliegerstraÃŸe ist&#8230;), so eben auch insbesondere einen silberfarbenen BMW Z5, komplett mit Eisernem Kreuz und Y-Kennzeichen. Und ich frage mich schon, wie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=349&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wozu braucht eigentlich die Bundeswehr einen BMW Z5? Da in der NÃ¤he unserer Wohnung eine Standortverwaltung liegt, sehe ich hÃ¤ufiger deren Fahrzeuge in unserer StraÃŸe (ich erwÃ¤hne das nur deshalb, weil es eine AnliegerstraÃŸe ist&#8230;), so eben auch insbesondere einen silberfarbenen BMW Z5, komplett mit Eisernem Kreuz und Y-Kennzeichen.</p>
<div id="attachment_350" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-350" title="BMW Z5" src="http://diogenes.files.wordpress.com/2009/06/bmw-z5.jpg?w=450&#038;h=214" alt="BMW Z5" width="450" height="214" /><p class="wp-caption-text">BMW Z5 (Symbolfoto)</p></div>
<p>Und ich frage mich schon, wie kann das angehen? Wie kann es sein, daÃŸ aus unseren Steuergeldern eine automobile PenisverlÃ¤ngerung finanziert wird, wÃ¤hrend unsere Soldaten in Afghanistan in persÃ¶nlicher Lebensgefahr schweben, weil sich fÃ¼r ihre AusrÃ¼stung in demselben Geldertopf nur unzureichende Mittel finden?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/349/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=349&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Unzufriedenheitsweltmeister</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 14:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daily rants]]></category>
		<category><![CDATA[Kanzlerin]]></category>
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		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade schaue ich mir die aktuelle Infratest-Dimap-Umfrage der Tagesschau an. Sie enthÃ¤lt fÃ¼r mich verblÃ¼ffende Fragen (wenn auch vorhersehbare Antworten). &#8222;Sind Sie zufrieden mit der Arbeit von Merkel, Stein-A und Stein-B, MÃ¼ntefering?&#8220; geht ja noch, verblÃ¼ffend nur, daÃŸ Merkel und Peer, die beiden, die unsere Konjunktur am Reparieren sind, an Beliebtheit zulegen, obwohl gleichzeitig ihre [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=345&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade schaue ich mir die aktuelle Infratest-Dimap-Umfrage der Tagesschau an. Sie enthÃ¤lt fÃ¼r mich verblÃ¼ffende Fragen (wenn auch vorhersehbare Antworten). &#8222;Sind Sie zufrieden mit der Arbeit von Merkel, Stein-A und Stein-B, MÃ¼ntefering?&#8220; geht ja noch, verblÃ¼ffend nur, daÃŸ Merkel und Peer, die beiden, die unsere Konjunktur am Reparieren sind, an Beliebtheit zulegen, obwohl gleichzeitig ihre MaÃŸnahmen von denselben Befragten als nicht die richtigen bewertet werden (&#8222;Konjunkturpaket ist kein wirksames Mittel&#8220; 60%, &#8222;Bundesregierung hat den Ãœberblick verloren&#8220; 52%).</p>
<p>Es geht aber weiter: &#8222;Sind Sie zufrieden mit der Arbeit von Barack Obama?&#8220; &#8211; Na klar, der Mann ist erst ein paar Tage im Amt, und schon soll man sich darÃ¼ber ein Urteil bilden kÃ¶nnen? Vor allem aber geht es hier los mit der Gegenfrage: Wieso haben wir das zu beurteilen? Bin ich vielleicht noch im weitesten Sinne der Personalchef von Angela Merkel, denn ich bin ja ihr SouverÃ¤n, so habe ich doch mit dem PrÃ¤sidenten der USA nichts zu tun!</p>
<p>Dazu paÃŸt der nÃ¤chste wie die Faust aufs Auge: &#8222;Sind Sie zufrieden mit der Arbeit des Papstes?&#8220; &#8211; Bin ich was? Bin ich wer? Gott? Denn der ist ja wohl dessen Zufriedenheitsverantwortlicher, nicht ich, das hier reprÃ¤sentativ befragte deutsche Volk, zur HÃ¤lfte nicht einmal katholisch.</p>
<p>Dann wirft man uns vor, zu allem eine Meinung und von nichts eine Ahnung zu haben, aber was bleibt uns bei solchen Multiple-Choice-Befragungen denn Ã¼brig? Wer so suggestiv fragt, kriegt eben eine dumme Antwort&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/345/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/345/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=345&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chance fÃ¼r die Tante SPD</title>
		<link>http://diogenes.wordpress.com/2008/11/03/chance-fur-die-tante-spd/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 19:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[alles MÃ¶gliche]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Ypsilanti]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachricht des Tages, daÃŸ Ypsilanti &#8222;es&#8220; in Hessen doch nicht tun wird kÃ¶nnen, hat mich zum spontanen Eintritt in die SPD bewogen. In letzter Zeit hatte die gute alte Tante SPD, der meine grundsÃ¤tzlichen Sympathien von Kindesbeinen an gehÃ¶ren, mit ein paar schweren SchlÃ¤gen zu kÃ¤mpfen, und jedesmal dachte ich Ã¼ber ein trotziges &#8222;jetzt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=340&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachricht des Tages, daÃŸ Ypsilanti &#8222;es&#8220; in Hessen doch nicht tun wird kÃ¶nnen, hat mich zum spontanen Eintritt in die SPD bewogen.</p>
<p>In letzter Zeit hatte die gute alte Tante SPD, der meine grundsÃ¤tzlichen Sympathien von Kindesbeinen an gehÃ¶ren, mit ein paar schweren SchlÃ¤gen zu kÃ¤mpfen, und jedesmal dachte ich Ã¼ber ein trotziges &#8222;jetzt erst recht&#8220; nach. Dieses Mal tat ich es. Ich bin Ã¼berzeugt, daÃŸ diesmal der Augenblick der beste ist. Trotz aller Schwierigkeiten ist die SPD jetzt mit MÃ¼ntefering/Steinmeier und ohne Beck besser aufgestellt als je, und das unsÃ¤gliche Linksdings in Hessen, wenn es jetzt vom Tisch ist, wird bald vergessen sein.</p>
<p>Verstehen wir uns richtig, auch ich hÃ¤tte mir sehnsÃ¼chtig gewÃ¼nscht, Herrn Koch abserviert zu sehen &#8211; nur eben nicht um jeden Preis. Das hat Ypsilanti falsch verstanden. Jetzt hat man es ihr klargemacht &#8211; die Art war auch wiederum unertrÃ¤glich, aber egal, das ist politisches TagesgeschÃ¤ft und bald vergessen. WÃ¤re es zum LinksbÃ¼ndnis gekommen, hÃ¤tte es uns dagegen jeden Tag verfolgt.</p>
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		<title>Zuviel der Dekadenz</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 08:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[DÃ¼sseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[ParkplÃ¤tze]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[StraÃŸenbeleuchtung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zweimal begegnete mir in den letzten Tagen der Einwurf von Politikern aus der Rathausriege, ein Vorschlag sei &#8222;dekadent&#8220;. Beim ersten Mal ging es um die StraÃŸenbeluchtung eines Hundeauslaufplatzes, beim zweiten um LuxusstellplÃ¤tze in einer Quartiersgarage. Der Hundeauslaufplatz sei der beliebteste der Stadt, und werde von Hundebesitzern frequentiert, die auch nach Einbruch der Dunkelheit Gassi [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=335&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich zweimal begegnete mir in den letzten Tagen der Einwurf von Politikern aus der Rathausriege, ein Vorschlag sei &#8222;dekadent&#8220;. Beim ersten Mal ging es um die StraÃŸenbeluchtung eines Hundeauslaufplatzes, beim zweiten um LuxusstellplÃ¤tze in einer Quartiersgarage.</p>
<p>Der Hundeauslaufplatz sei der beliebteste der Stadt, und werde von Hundebesitzern frequentiert, die auch nach Einbruch der Dunkelheit Gassi gingen, und auch die hÃ¤tten ein SicherheitsbedÃ¼rfnis, hieÃŸ es zur BegrÃ¼ndung, warum eine Beleuchtung dieses Platzes nÃ¶tig und angemessen sei. Einwurf der Gegenmeinung, &#8222;StraÃŸenbeleuchtung fÃ¼r Hunde&#8220; sei &#8222;dekadent&#8220;. Und die extrabreiten, bewachten QuartiersgaragenstellplÃ¤tze zu 420 â‚¬/Monat fÃ¤nden gute Abnahme. &#8211; &#8222;Dekadent&#8220;.</p>
<p>Nun ist Dekadenz so eine WorthÃ¼lse, eines der weniger nÃ¼tzlichen Werkzeuge aus dem Werkzeugkasten der guten alten Tante SPD, sie ist den GrundsÃ¤tzen des Marktes zuwider, alles, fÃ¼r das sich eine Nachfrage findet (im Rahmen der Gesetzeslage), auch anzubieten, und ihr EinfluÃŸ auf einen behaupteten Niedergang unserer Gesellschaft liegt definitiv im Auge des Betrachters.</p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/7608713@N02/2059685253/"><img class="alignright size-full wp-image-337" title="Es werde Licht!" src="http://diogenes.files.wordpress.com/2008/10/2059685253_594c1fe6a21.jpg?w=450" alt="(C) Fritz-Ulrich Siewert, Flickr"   /></a>Ich fÃ¼hlte mich da vielmehr spontan bemÃ¼ÃŸigt darauf hinzuweisen, daÃŸ sowohl die Hunde als auch ihre Besitzer Steuerzahler sind, daÃŸ sie sich an speziell diesen Orten nur aufhalten, weil man ihnen den Auslauf anderswo verboten hat, daÃŸ es sich damit um den ihnen zugewiesenen Ã¶ffentlichen Raum handelt, und warum dann bitteschÃ¶n die Ã¶ffentliche Hand gerade hier nicht die Aufgabe haben solle, diesen Ã¶ffentlichen Raum auch zu beleuchten. Des weiteren war ich sofort bereit, ein kleines Denkmodell zu kreieren, das vielleicht einen Ã¶kologischen Nutzen stiften kÃ¶nnte, ohne den eigentlichen Nutzen allzu stark einzuschrÃ¤nken: nÃ¤mlich eine druckknopfgesteuerte Bedarfsbeleuchtung. Der umzÃ¤unte Platz lÃ¤dt gerade dazu ein, an seinem Eingang einen normalen Ampelknopf anzubringen, der dann fÃ¼r, sagen wir, zehn Minuten bis eine Viertelstunde Licht bringt. Damit ist gewÃ¤hrleistet, daÃŸ das Licht nicht den an einem regnerischen Abend menschenleeren Platz zum SpaÃŸ beleuchtet, die Anschaffungskosten bleiben zwar, erhÃ¶hen sich aber immerhin auch so gut wie nicht, und die laufenden Kosten dÃ¼rften signifikant sinken.</p>
<p>Und spÃ¤testens der Luxusparkplatz ist nun wirklich ein ganz klarer Fall von Angebot-und-Nachfrage: wird er angenommen, und zahlt sein Nutzer den angemessenen, kostendeckenden Preis, dann warum bitteschÃ¶n nicht?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/335/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=335&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wahl: Ein Optiker und zwei Friseure</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 13:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[DÃ¼sseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Elbers]]></category>
		<category><![CDATA[Kortmann]]></category>
		<category><![CDATA[OberbÃ¼rgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahlen stehen an in DÃ¼sseldorf. Nach dem Tod des OberbÃ¼rgermeisters im Amt ist dasselbe neu zu besetzen. Die beiden Kandidaten, die uns auf Plakaten angucken, haben offensichtlich den gleichen Optiker &#8211; beide setzen auf minimalistische, randlose Glasbausteine. SPD-Frontfrau Kortmann hat dabei den besseren Friseur, wÃ¤hrend Elbers&#8217; Haarhelm von der Art ist, die zu Karikaturen einlÃ¤dt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=331&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahlen stehen an in DÃ¼sseldorf. Nach dem Tod des OberbÃ¼rgermeisters im Amt ist dasselbe neu zu besetzen. Die beiden Kandidaten, die uns auf Plakaten angucken, haben offensichtlich den gleichen Optiker &#8211; beide setzen auf minimalistische, randlose Glasbausteine. SPD-Frontfrau Kortmann hat dabei den besseren Friseur, wÃ¤hrend Elbers&#8217; Haarhelm von der Art ist, die zu Karikaturen einlÃ¤dt.</p>
<p>Elbers ist ein Scheinriese: Er ist wahlweise kleiner als fuÃŸballspielende Kinder, grÃ¶ÃŸer als nette alte Damen und ungefÃ¤hr zweidrittel so groÃŸ wie der Turm von St. Lambertus, jedenfalls, wenn man den Wahlplakaten seiner Partei glauben will. Kortmann ist Ã¼brigens, im richtigen Leben, relativ klein, auf Wahlplakaten aber sowieso nur ein Gesicht, denn sie muÃŸ sich erst bekannt machen. Elbers dagegen muÃŸ sich den Vorwurf gefallen lassen, er nutze das Amt &#8211; er ist ja schon BÃ¼rgermeister, und muÃŸ nur noch den &#8222;Ober&#8220; auf dem zweiten Bildungsweg nachmachen &#8211; dazu aus, sich in den Vordergrund zu rÃ¼cken und reiÃŸe alle Ã¶ffentlichkeitswirksamen Termine an sich. Leider wirkt er dabei nicht staatstragend, sondern sieht ein biÃŸchen aus wie ein groÃŸer Junge, der noch zu Hause bei Mutti lebt.</p>
<p>Trotz der persÃ¶nlichen Vor- und Nachteile der Kandidaten ist die Wahl vermutlich schon entschieden: Elbers dÃ¼rfte sie gewinnen, es bleibt nur die Frage, mit welcher Eindeutigkeit; die Kandidaten der kleinen Splitterparteien sind ohnehin nur Randfiguren, die schon dafÃ¼r Spott auf sich ziehen, es Ã¼berhaupt versucht zu haben.</p>
<p>Mir will irgendwie nicht in den Kopf, wieso wir uns diese Wahl Ã¼berhaupt antun mÃ¼ssen. Eine Stellvertreterregelung haben doch die meisten politischen Ã„mter, einen Vizekanzler, einen Vice President, da kann Elbers nicht als Vize-OB das Amt kommissarisch halten? Schon 2009 stehen die Kommunalwahlen sowieso wieder an. Und stellen wir uns nur einmal vor, Kortmann gewÃ¤nne den Titel der OB fÃ¼r die SPD, so hÃ¤tte sie mindestens fÃ¼r diese Zwischenperiode ein Amt ohne Mehrheit &#8211; welche Chancen hÃ¤tte sie da Ã¼berhaupt, in der kurzen Zeit irgendeine eigene VerÃ¤nderung einzubringen? Volkes Wille, fÃ¼rchte ich, ist das nicht.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/diogenes.wordpress.com/331/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/diogenes.wordpress.com/331/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/331/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=331&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Neonazis gegen Moschee in Rath</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 10:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rath]]></category>
		<category><![CDATA[DÃ¼sseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>

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		<description><![CDATA[In Rather BriefkÃ¤sten findet sich heute ein besonders hÃ¤ÃŸliches Flugblatt der NPD, das gegen den Bau einer Moschee in Rath hetzt. Neben sehr unangenehm &#8222;vÃ¶lkischen&#8220; Phrasen und keinerlei neuen Fakten ziert das Flugblatt eine wirklich widerliche Karikatur, die mit der Neonazi-Sichtweise ethnischer Merkmale spielt. Meines Wissens geht von der NPD in DÃ¼sseldorf insgesamt keine groÃŸe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=328&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Rather BriefkÃ¤sten findet sich heute ein besonders hÃ¤ÃŸliches Flugblatt der NPD, das gegen den Bau einer Moschee in Rath hetzt. Neben sehr unangenehm &#8222;vÃ¶lkischen&#8220; Phrasen und keinerlei neuen Fakten ziert das Flugblatt eine wirklich widerliche Karikatur, die mit der Neonazi-Sichtweise ethnischer Merkmale spielt.</p>
<p>Meines Wissens geht von der NPD in DÃ¼sseldorf insgesamt keine groÃŸe Gefahr aus, in Rath ist sie sicher nicht speziell vertreten, anders als es der Text des Flugblatts suggeriert. Vor allem aber glaube (hoffe) ich, daÃŸ ein solcher SchuÃŸ Ã¼bers Ziel hinaus einen eher gegenteiligen Effekt auf die Sache der Moscheegegner hat: Diejenigen, die sich z. B. in der BÃ¼rgerinitiative (<a href="http://www.initiative-rath.de/">deren Website ist Ã¼brigens offline</a>) formiert haben und sich selbst noch als &#8222;anstÃ¤ndige BÃ¼rger&#8220; titulieren wÃ¼rden, dÃ¼rften eher wenig begeistert davon sein, plÃ¶tzlich mit den Neonazis in einer Ecke zu stehen.</p>
<p>Wer wirklich auf einen ausgewogenen Stadtteil aus ist, und wer die Fakten kennt, z. B. daÃŸ die marokkanische GottesdienststÃ¤tte in Rath schon lange, friedlich und problemlos existiert und jetzt nur ein paar HÃ¤user weiter zieht, der wird wissen, was er von einem Auftritt der NPD in Rath zu halten hat.</p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/diogenes.wordpress.com/328/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/diogenes.wordpress.com/328/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diogenes.wordpress.com/328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diogenes.wordpress.com/328/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=328&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rath doch sicherer als gedacht</title>
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		<pubDate>Sat, 10 May 2008 08:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>diogenes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rath]]></category>
		<category><![CDATA[DÃ¼sseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[KriminalitÃ¤t]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Wie sicher leben wir in Rath?&#8220; fragte die CDU bei einem Stammtisch. Viele waren sicher gekommen, um ihre subjektiven Erwartungen bestÃ¤tigt zu sehen, doch sie erfuhren etwas ganz anderes: &#8222;In Rath lebt man nicht unsicherer als in anderen Stadtteilen.&#8220; Kriminalhauptkommissar Schnabel hatte sich mit Statistiken gerÃ¼stet, die zeigen, daÃŸ Rath, verglichen mit sechs anderen vergleichbar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diogenes.wordpress.com&amp;blog=162563&amp;post=327&amp;subd=diogenes&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wie sicher leben wir in Rath?&#8220; fragte die CDU bei einem Stammtisch. Viele waren sicher gekommen, um ihre subjektiven Erwartungen bestÃ¤tigt zu sehen, doch sie erfuhren etwas ganz anderes: &#8222;In Rath lebt man nicht unsicherer als in anderen Stadtteilen.&#8220; Kriminalhauptkommissar Schnabel hatte sich mit Statistiken gerÃ¼stet, die zeigen, daÃŸ Rath, verglichen mit sechs anderen vergleichbar groÃŸen Stadtteilen, gerade im Mittelfeld liegt. Die wachsende Gewaltbereitschaft der Jugendlichen konnte Schnabel ebenfalls nicht sehen, 50 % der TÃ¤ter bei KÃ¶rperverletzungen sind zwischen 30 und 49 Jahre alt, auÃŸerdem ist ihre Gesamtzahl rÃ¼cklÃ¤ufig. Bleibt der hohe AuslÃ¤nderanteil: 23,9 % der Rather sind AuslÃ¤nder, und auch bei den TÃ¤terzahlen findet man sie mit einem Viertel genau im entsprechenden Anteil wieder.</p>
<p>Anscheinend weicht die &#8222;gefÃ¼hlte KriminalitÃ¤t&#8220; von der gemessenen ab. Wenn es in Rath eine Dunkelziffer nicht angezeigter Taten gibt, ist das aber nicht Schuld des Auges des Gesetzes (Sprechstunde des <acronym title="bÃ¼rgernaher Beamter">BÃ¼NaBe</acronym> ist Ã¼brigens donnerstags um 10:00 im Awo-Zentrum Plus auf der WestfalenstraÃŸe).</p>
<p>FÃ¼r mehr gefÃ¼hlte Sicherheit sorgen soll denn auch Ratsfrau Sylvia Pantels nÃ¤chster Vorschlag: Die S-Bahn-UnterfÃ¼hrung, die vielen Menschen nicht behagt, soll eine VideoÃ¼berwachung erhalten. Wir erinnern uns an aktuelle Statistiken aus Kamerahochburgen wie London oder dem Bolker Stern, die Ergebnisse zeigen sÃ¤mtlich keinen KriminalitÃ¤tsrÃ¼ckgang, sondern eine verbesserte AufklÃ¤rungsquote. An einem Ort, an dem es nur gefÃ¼hlte KriminalitÃ¤t gibt, genau die richtige Waffe&#8230;</p>
<p>&#8222;In other news&#8220;, wie der Ami sagt, hat der BÃ¼rgerverein Rath nach seiner jÃ¼ngsten Sitzung in Robert Winkels wieder einen handlungsfÃ¤higen Vorstand. Der nÃ¤chste Martinszug kann kommen, und er kommt frÃ¼her als gedacht, und das unsÃ¤gliche Jahr in Abwesenheit von Christoph N. sei mÃ¶glichst schnell vergessen.</p>
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